Habe hier ein paar Fotos vom Hexenbrennen Die Hexe kommt Die Anklage Der Stab ist gebrochen Schreiber Gerichtsdiener Richter Die Hexe brennt In jedem Dorf brennen diese Feuer
Das ist eben der Irrtum. Dieser Brauch stammt aus uralten vorchristlichen slawischen Zeiten, und die Hexe symbolisiert den Winter, den es zu vertreiben gilt, damit das Jahr eine neue gute Ernte bringen kann.
Aber alleine schon bei dem Wort "Hexenverbrennung" klngeln doch im Allgemeinen sämtliche Alarmglocken! Normalerweise denkt man doch an die Hexenverbrennung von früher, oder nicht?
So denken sicherlich alle, die sich damit nicht auskennen. Als ich hier in die sorbische Gegend zog ging es mir auch so. Aber es gibt hier sehr viele uralte sorbische Bräuche, die sonst niemand kennt.
Danke Heike für deine schönen Bilder ... ich finde so Bräuche überaus interessant! Nur bei uns wird der Winter nach Fastnacht vertrieben mit dem Fasnachtsfüür!!!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ LG Bigi
Das Lächeln ist ein Licht, das sich im Fenster eines Gesichtes zeigt und anzeigt, dass das Herz daheim ist.
Aaalso - ich antworte mal anstelle von Bigi (hab sie zwar nicht gefragt, aber ich denke, sie verzeiht mir).
Das Fasnachtsfeuer findet traditionell immer am Sonntag nach Aschermittwoch statt und wird andernorts auch "Funken" oder Funkensonntag genannt. Das ganze Brauchtum zu erläutern würde sehr viel Platz in Anspruch nehmen, wäre auch sehr kompliziert. Ich versuch's aber später mal.
Man sieht die Zusammenhänge auch viel besser, wenn man an Ort und Stelle dabei ist. Nur soviel: Der uralte Feuerbrauch des Fasnachtsfeuers und des Scheibenschlagens wird heute besonders noch in Süddeutschland in der Nordschweiz, im österreichischen Vorarlberg und im Vintschgau in Südtirol gepflegt.
Das eigentliche Spektakel beginnt mit Einbruch der Dunkelheit.
Neben dem Abbrennen des Scheiterhaufens (dem ''Fasnachtsfüür'') wird auch der Brauch des Scheibenschlagens gepflegt. Dabei werden im kleinen Feuer (dem ''Schibefüür'') mittels einem "Schiibestecke" (lange Haselnussruten) kleine Holzscheiben zum glühen gebracht und über ein schräg aufgestelltes Brett, den "Schiibestuehl" so abgeschlagen, dass sie - ähnlich Sternschnuppen - talwärts fliegen. Unmittelbar vorher spricht der Schläger einen Vers oder widmet die Scheibe einer prominenten oder persönlich nahestehenden Person. ''Schiibi, schiibi, schiibo, wem soll die Schibe goh?'' ... tönt es dann und von ''flammenden Grüßen'' begleitet fährt die glühende Holzscheibe dann zu Tal. Manchmal, aber nur manchmal kommt es auch vor, dass eine Person verspottet wird; auch das ist Brauch und Sitte und gehört halt auch zum ''Fasnachtsfüür''
Urkundlich bezeugt ist das Scheibenschlagen bereits im Jahre 1090 n. Chr. Damals führte eine brennende Scheibe zum Brand des Klosters Lorsch. Scheibenschlagen und Fasnachtsfeuer gehören zu den ältesten Fastnachtsbräuchen, die infolge des alten Fastnachtstermins (Aschermittwoch) am Sonntag Invocavit (Sonntag nach Aschermittwoch) stattfanden.