ich fand einen ganz interessanten Bericht, über ein alltägliches Thema. lest mal:
Der Bananen-Kreislauf
Von news.de-Mitarbeiterin Anwen Roberts
Bananen sind so etwas wie die Kokosnuss Europas: Reich an Fruchtzucker, Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen, gelten sie als eigene kleine Mahlzeit. Schulkindern werden sie förmlich von ihren Eltern aufgedrängt, doch auch Erwachsene lieben die krumme Frucht.
Eine Vorstellung der riesigen Bananenmengen, die in deutschen Supermärkten verkauft werden, können sich nicht nur die Menschen machen, die schon einmal einen gesamten Umzug mit Bananenkisten vom Discounter bewältigt haben. Nicht alle Früchte kommen aus Übersee, auch in Europa gibt es riesige Anbaugebiete.
«Fast 20 Prozent der in Europa konsumierten Bananen werden auf den Kanarischen Inseln produziert, wobei allein auf Gran Canaria rund 10 Millionen Bananenstauden im Jahr angepflanzt werden», sagt Mark Kearns vom Polymer-Forschungszentrum der irischen Queens University in Belfast. Was Polymere, sprich Plastik, mit Bananen zu tun haben? Nach der Ernte der Früchte ist der Rest der Bananenstaude effektiv Kompost. Das ist auch ein Umweltproblem, weil geschätzte 25.000 Tonnen Staudenreste jährlich zur Entsorgung in die Schluchten der Kanarischen Inseln gekippt werden.
Bei dem Problem der Verwertung abgeernteter Stauden setzt nun das europaweite Forschungsprojekt BADANA an, das in diesem Sommer mit zwei Jahren Laufzeit gestartet ist. Mark Kearns und seine Kollegen von der Queens University in Belfast arbeiten an dem EU-finanzierten Projekt mit und forschen an neuen Verfahren, um die Pflanzenreste zur Herstellung von Kunststoffen zu verwenden – und haben bereits erste Erfolge erzielt.
«Ziel des BADANA-Projekts ist es, diese Pflanzen nutzbar zu machen. Die enthaltenen natürlichen Fasern können zur Herstellung von rotationsgeformten Kunststoffen verwendet werden», sagt Mark Kearns. Rotationsformen ist eine Gusstechnik, die zur Produktion von hohlen Plastikartikeln, etwa Haushaltsgegenständen oder Puppen, eingesetzt wird. Wer schon einmal in der Schokoladenfabrik die wirbelnde Maschine zur Pralinen- und Osterhasen-Produktion gesehen hat, kann sich vorstellen, wie Ähnliches mit Plastik-Gussformen geschieht.
Nach Ansicht der Polymerforscher ist die Bananen-Beimischung für die Herstellung vielfältiger Gegenstände des täglichen Lebens interessant, «von Öl- oder Wasserkanistern über Verkehrshütchen, Mülltonnen, bis hin zu Spielwaren und verschiedenen Bootstypen».
Allein aus Bananenfasern wird aber keine Puppe entstehen. Vielmehr soll den behandelten Fasern eine Plastikmischung hinzugefügt werden oder sie sollen zwischen zwei dünnen Plastikschichten eingeklemmt werden – ein Öko-Kunststoffmix mit «ausgezeichneten strukturellen Eigenschaften», wie Materialforscher Kearns betont. Die Menge des benötigten Kunststoffs Polyethylen würde so erheblich reduziert werden.
Eine ganz andere Bananen-Innovation hat gerade das Schweizer Unternehmen Bananaguard auf den Markt gebracht. Weil der beliebte Pausensnack dazu neigt, in der Schultasche zu braunem Brei zu zermantschen, haben die Schweizer eine spezielle bananenförmige Aufbewahrungsdose erfunden – aus Plastik. In sechs knallbunten Farben gibt es die Bananen-Frühstücksdose.
Wenn die Firma nun noch die Ideen der Polymerforscher in ihr Produkt integrieren und ihre Plastik-Bananendosen aus Bananen-Plastik «rotationsformen» würde – dann wäre der Bananen-Verwertungskreislauf von der Ernte bis zur großen Pause elegant geschlossen.
...ja und am Besten machen wir dann aus dem Plastikschrott wieder Bananen Ne,im Ernst, die Idee an sich finde ich wirklich gut und umweltfreundlich.
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Liebs Grüßle Bigi
Tu was du willst – aber nicht, weil du musst. ~ Buddha ~
GLG NIna "Those who bring sunshine into the lives of others cannot keep it from themselves." – Diejenigen, die Sonnenschein in das Leben anderer bringen, können ihn nicht von sich selber abhalten. Sir James Matthew Barrie, 9. Mai 1860 Kirriemuir, Schottland – 19. Juni 1937 London