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 Reisetipps, Ausflugsziele
Kochmauserl Offline

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04.07.2009 18:02
Reise – Knigge Zitat · antworten



Reise – Knigge

Was wir zu Hause als total normal empfinden, kann uns im Ausland mindestens ein Stirnrunzeln oder sogar Kritik einbringen.

USA

Ohne Bikini-Oberteil am Strand liegen? Das ist schlicht und einfach verboten.
Alkohol in der Öffentlichkeit, z.B. auf einer Bank an der Seepromenade – geht gar nicht.
Im Restaurant steht oft das Schild „Wait to be seadted“ – dann bitte warten, bis der Kellner einen Tisch zuweist. Nach dem Essen bleibt man nicht mehr lange sitzen. Besser gleich zahlen und dann noch in eine Bar gehen. Nicht nach der „toilet“ fragen, sondern nach „restroom“ oder „bathroom“.

SÜDAMERIKA

Man kommt zu spät zu einer Verabredung? Dann kann man ganz entspannt sein. Es ist völlig in Ordnung, sogar eine Stunde später zu kommen. Das kalkuliert der Gastgeber hier sogar mit ein.

Ägypten

Argloses Spielen mit den Fingerspitzen kann in arabischen Ländern zu üblen Schimpftiraden führen. Die Geste ist eine derbe persönliche Beleidigung. Bleiben Sie mit den Füßen auf der Erde, Fußsohlen zeigen gilt als schmutzig. Gleiches gilt für die linke Hand. Die arabische Gastfreundschaft ist grenzenlos. Dennoch werden viele Geschenke aus reiner Höflichkeit angeboten. Töchter, Edelsteine und Stereoanlagen nicht annehmen!

Keine Shorts, keine kurzen Röcke oder tief ausgeschnittenen Oberteile, keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit - so wollen es die strengen Sitten des Orients. Leichtbekleidete Damen werden schnell als Prostituierte abgestempelt.

Fotografieren von Menschen ist eine heikle Sache. Auf keinen Fall verschleierte Frauen aufs Korn nehmen. Männer und unverschleierte Frauen vor dem Knipsen unbedingt um Erlaubnis bitten. Militärische Anlagen, Brücken, Flughäfen, Bahnhöfe und auch der Suez-Kanal sind tabu.

In Moscheen ist Zurückhaltung angebracht: Betende nicht stören oder fotografieren und darauf achten, daß man nicht vor sie läuft - dann verliert das Gebet seine Wirksamkeit und muß wiederholt werden.

Brasilien

Sie sind zu einer Party eingeladen? Da heißt es den Push-Up rauskramen, das kleine Schwarze bügeln und tief in den Schminktopf greifen - Frauen zeigen, was sie haben. Dasselbe gilt am Strand: Wer keinen Stringtanga trägt - egal ob Männlein oder Weiblein - fällt völlig aus der Rolle. Oben oder gar ganz ohne sind jedoch verboten. In Rio wurden Frauen deswegen schon von bewaffneten (!!!) Polizisten abgeführt. Ein bisschen Stoff muss auf der Haut sein, auch wenn es noch so klein ist. FKK also nur an Stränden, wo es ausdrücklich erlaubt ist. Wie z.B. auf dem "Playa do Meio" 60 Kilometer von Rio entfernt.

Den brasilianischen Spruch "Kommen Sie doch mal vorbei!" sollten Sie nicht allzu wörtlich nehmen. Die Einladung gilt nur, wenn ein fester Termin vereinbart wurde.

China

In Museen, Tempeln und vielen anderen Sehenswürdigkeiten ist das Fotografieren entweder verboten oder nur gegen eine zusätzliche Gebühr erlaubt.

Lautes Schreien und Schimpfen sollten Sie unbedingt unterlassen - Chinesen finden übertriebene Gefühlsausbrüche peinlich. Naseputzen in der Öffentlichkeit ist pfui! Dazu ist die Toilette da!

Die Zahl zwei gilt in China als Glückszahl. Wer sich also besonders beliebt machen will, bringt zu einer Einladung gleich zwei kleine Geschenke mit. Vier ist dagegen die Zahl des Todes. Pünktlichkeit ist Pflicht!

SPANIEN, ITALIEN, FRANKREICH

Im Restaurant gilt es als angebracht, dass Männer lange Hosen und ein Hemd tragen. Frauen sollten sich dezent schick kleiden.
Wie ist es mit dem Begrüßungsküßchen?
Erst die rechte Wange an die rechte Wange des Gegenübers legen, dann die linke Wange an die linke Wange. Mit zwei leichten Wangenberührungen liegt man fast überall richtig – auch wenn in einigen Regionen Frankreichs bis zu vier Mal geküsst wird. Diese lokale Unkenntnis verzeiht man in der Regel.


Griechenland

Hot Pants und Superminis in Kirchen, Badelatschen und Unterhemd in der Stadt sind völlig daneben. Züchtig bedeckte Haut ist das Alpha und Omega, weswegen auch Nacktbaden streng untersagt ist. Aber an einigen Stränden z.B. auf den Kykladen, auf Rhodos oder auf Kreta drücken die Behörden ein Auge zu.

Daumen und Zeigefinger zum Kreis formen bedeutet bei uns höchstes Lob. Nicht so im Land der Götter und Helden. Hier ist die Geste wie auch eine gespreizte Hand eine obszöne Beleidigung.



Lieben Gruß vom Kochmauserl

Keiner verdient deine Tränen und wer sie verdient, wird dich sicher nicht zum Weinen bringen.

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