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 Tiere, unsere Freunde
Kochmauserl Offline

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31.01.2012 09:16
Vögel füttern im Winter: Zitat · Antworten

Darauf sollten Sie achten!

Es friert. Es schneit. Das Winterwetter macht seinem Namen alle Ehre. Vögel haben es in dieser Zeit besonders schwer. Sie finden nicht ausreichend Nahrung. Deshalb hat das Füttern von Vögeln in Deutschland Tradition. Wir haben mit einem Vogelexperten gesprochen, der erklärt, worauf Sie dabei achten sollten.


Das Thermometer zeigt Minusgrade an, die Böden sind gefroren, die Bäume mit Schnee bedeckt: In der kalten Jahreszeit haben es Vögel schwer, ausreichend Futter zu finden. Tiere, die nicht in den Süden ziehen - wie Haussperlinge, Kohlmeisen, Blaumeisen und Feldsperlinge - um dort zu überwintern, brauchen allerdings genügend Energie, um ihre Körpertemperatur von etwa 40 Grad Celsius aufrecht zu erhalten. Was kann man tun, wenn man helfen möchte? Die Lösung: Vögel im Winter füttern.

Wir haben mit Julian Heiermann, Vogelexperte vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), gesprochen und ihn gefragt, warum die Vogel-Winterfütterung sinnvoll ist und worauf man achten sollte.

Vögel füttern im Winter – ja oder nein?

Vögel im Winter füttern - ja oder nein? Julian Heiermann spricht sich für die Winterfütterung aus. Allerdings nicht primär, um den Wildvogelbestand zu erhalten. „Der ist bestmöglich angepasst. Das heißt, die Tiere würden nicht aussterben, wenn man sie nicht füttert“, erklärt der Vogelexperte. Das Füttern von Vögeln im Winter hält er aus einem ganz anderen Grund für sinnvoll: „Viele Eltern gehen mit ihren Kindern heutzutage leider gar nicht mehr in die Natur, um Tiere zu beobachten“, so Heiermann. "Das Beobachten von Vögeln durch die Fensterscheibe ist der perfekte Einstieg, um Kindern die Natur ein wenig näherzubringen und schmackhaft zu machen.“

Wann wird gefüttert?

Ab wann und bis wann man Vögel füttern sollte, dazu gibt es keine starre Regel. „Man kann sagen, dass die Zeit mit Frost und Schnee im November beginnt und im Februar endet“, so Heiermann. Wichtig sei allerdings, dass man die Tiere, wenn man sie füttert, dann auch kontinuierlich mit Nahrung versorgt, da sie sich schnell daran gewöhnen.

Welche Behälter eignen sich zur Vogel Winterfütterung?

Ein sehr beliebtes Behältnis, um Vögel zu füttern, ist das klassische Vogelhäuschen. „Dabei ist das gar nicht so empfehlenswert“, sagt Heiermann. „Es ist sehr pflegebedürftig und sollte regelmäßig gereinigt werden. Und man muss ständig gucken, dass das Futter nicht mit Kot verunreinigt ist, damit sich keine Krankheitserreger übertragen und ausbreiten.“ Besser seien Futtersilos oder -spender, da die Tiere hier nicht in den Körnern herumlaufen können. „Sie schützen das Futter außerdem vor Nässe, so dass es nicht so schnell schlecht wird.“
Futter auf den Balkon oder die Terrasse zu streuen, um dort die Vögel anzulocken, sei ebenfalls nicht optimal. „Die Vogelfütterung ist ein Anziehungspunkt für viele Vögel. Es besteht das Risiko, dass sich schnell Krankheiten übertragen können.“ Wichtig sei es außerdem, so der Experte, dass man die Futterstelle hoch genug anbringt, damit sie geschützt vor Katzen ist. Zudem muss ein ausreichend großer Abstand zur Glasscheibe bestehen (etwa zwei Meter), damit die Tiere nicht davor fliegen, wenn sie sich mal erschrecken.





Was bekommen Vögel im Winter zu fressen?


Geht es um das Futter für Vögel, unterscheidet man Körnerfresser und Weichfutterfresser. Körnerfresser wie Finken, Sperlinge
und Ammern mögen Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen. Weichfutterfresser wie Meisen, Amseln, Rotkehlchen,
Heckenbraunellen oder Zaunkönige fressen bevorzugt Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie oder auch Meisenknödel.
„Man sollte auf keinen Fall Speisereste an Vögel verfüttern“, betont Heiermann. „Unsere Wildvögel sind keine Hausschweine,
die alles fressen können.“ Ebenfalls ungesund ist Brot: „Brot quillt im Magen der Vögel auf. Außerdem zieht es schnell
Feuchtigkeit, so dass es bei Plustemperaturen schnell schlecht wird.“ Wichtig ist außerdem, so Heiermann,
dass man stets ein Auge darauf hat, dass das Futter nicht schimmelig ist.

Für alle, die Futter im Handel kaufen, hat der Vogelexperte auch noch einen wichtigen Tipp parat:
„Man sollte darauf achten, dass das Futter auf Ambrosia-Samen kontrolliert wurde.“ Weshalb?
Zum einen, so Heiermann, ist die Pflanze nicht-heimisch und kann heimische Pflanzen verdrängen.
Zum anderen, so der Experte weiter, hat die Ambrosia-Pflanze sehr aggressive Pollen, die bei Allergikern
heftige Allergiereaktionen auslösen können.

Gelesen in Bild der Frau

Lieben Gruß vom Kochmauserl



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