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Trollkind ( gelöscht )
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15.01.2008 12:19
Yellowstone-Naturpark Zitat · antworten

Geologen haben ungewöhnliche Erdbewegungen an dem Supervulkan festgestellt, der unter dem Yellowstone-Naturpark in den USA schlummert. Räkelt sich das Biest nur, oder erwacht es bald in einer gigantischen Explosion?


Radaraufnahmen des europäischen Erdbeobachtungssatelliten ERS-2 brachten es an den Tag: Die Caldera des riesigen Vulkans, so zeigten die Daten, kam in Bewegung, wobei die Dynamik der Oberflächenveränderung mit der Zeit zunahm. Caldera nennen Vulkanologen den Krater, der entsteht, wenn sich die Magmakammer eines Feuerbergs bei einem Ausbruch entleert und in sich zusammenstürzt. Bei Supervulkanen können Calderen riesige Ausmaße annehmen: Der beim ersten Ausbruch des Yellowstone-Monsters entstandene Krater war 80 Kilometer lang und 55 Kilometer breit. Er zeigte sich vor 16 Millionen Jahren.

Feuerregen und Glutstürme

Nach Eruptionen können sich Calderen auch wieder mit Lava füllen. Offenbar ist dies beim Yellowstone-Krater der Fall. Dies berichten die an der Auswertung der ERS-2-Daten beteiligten Forscher des US Geological Survey (USGS) im Wissenschaftsjournal „Nature“.
Ob dies zu einem neuerlichen Ausbruch des Yellowstone-Vulkans führen kann, wollen die USGS-Forscher nicht sagen. Solche Episoden „thermischer Unruhe“, argumentieren sie, habe es schon wiederholt gegeben – bislang ohne Folgen. Andererseits ist ein Ausbruch überfällig, denn in der Vergangenheit eruptierte die gewaltige Magmablase im Rhythmus von etwa 600 000 Jahren. Die Folgen einer neuerlichen Detonation wären apokalyptisch: Feuer regnet vom Himmel, der Glutsturm verbrennt Städte und Wälder. Fast das gesamte Gebiet der USA wird von Asche bedeckt. Tage- bis wochenlang verschwindet die Sonne hinter den ausgeschleuderten Gas- und Staubwolken. Für noch längere Zeit legen sich Schwefelsäure-Aerosole wie ein Schleier um die Erde und fangen einen Teil der Sonnenstrahlen ab. Ein „nuklearer Winter“ setzt ein, in dem sich die Erde um bis zu zehn Grad abkühlt. Die Landwirtschaft bricht zusammen, Abermillionen Menschen sterben. Doch Vulkane sind unberechenbar: Vielleicht gönnt sich das Biest unter dem Yellowstone-Park ja noch ein paar Jahrzehntausende Pause.

Glutflüssiges Gestein aus der Tiefe

Seit dem ersten Ausbruch im Pleistozän gab es eine Serie weiterer Eruptionen. Die letzte erfolgte vor etwa 640 000 Jahren, dabei brachen 1000 Kubikkilometer glutflüssigen Gesteins aus der Tiefe hervor. Seither blieb die Caldera dauernd in Bewegung, wobei sich ihr Boden abwechselnd um mehrere Meter hob und senkte.

Veränderte seismische Aktivität

Um 1995 änderte sich jedoch das Muster der seismischen Aktivität: Während sich der Boden senkte, hob sich der nördliche Kraterrand. Bis 2003 beschleunigten sich die gegenläufigen Bewegungen, danach kamen sie wieder annähernd zum Stillstand. „Vielleicht pausiert der Vulkan nur“, meint USGS-Geologe Charles Wicks, der die Analyse der ERS-2-Daten leitete.

Die Bewegungen, vermuten Wicks und seine Kollegen, werden von geschmolzenem Basalt verursacht, der in den unterirdischen Lavagängen strömt. Verstärkt wurden sie in den 90er-Jahren durch einen Schub an Lava, die aus einem Reservoir im oberen Erdmantel in das Yellowstone-Vulkansystem vordrang. Offenbar floss seither nur wenig Lava wieder ab. Als Folge davon erhöhte sich der Druck, wodurch sich neue Gesteinsklüfte öffneten, die wiederum eine bessere Verbindung zu dem tiefen Lava-Reservoir schufen. Gestützt wird diese These durch die Beobachtung, dass in den letzten Jahren die geothermische Aktivität in dem Gebiet zunahm.

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