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 Alpinismus
Hans-Otto Offline

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03.03.2008 16:24
Lawinensuche/Rettung Zitat · Antworten

In Grindelwald, bei der Station First kann man sich jetzt genauer über den Gebrauch von Lawinensuchgeräten, resp. die Suche allgemein informieren und aucch trainieren.

Folgenden Hinweis habe ich aus Grindelwald bekommen:

Um das Überleben zu sichern, kommt es bei Lawinenopfern auf eine möglichst schnelle Ortung an. Diese Ortung kann jetzt auf First, im Bereich der Bergstation der Sesselbahn Schilt, anhand eines Trainings- Parcours geübt werden.
Kameradenrettung bedeutet, dass die Verschütteten von anderen Gruppenmitgliedern sofort nach dem Lawinenniedergang geortet und geborgen werden. Die Rettung von Verschütteten ist ein Wettlauf gegen die Zeit! Während in der ersten Viertelstunde nach einem Lawinenniedergang noch die meisten Verschütteten lebend geborgen werden können, nimmt die Überlebenschance nachher rasch ab. Deshalb stellt die Kameradenrettung die grösste Überlebenschance eines Verschütteten dar. Für eine effiziente Kameradenrettung ist das Mitführen der persönlichen Rettungsausrüstung von grösster Bedeutung. Nur die Kombination von LVS, Sonde und Schaufel ermöglicht die schnelle und effiziente Lokalisation und Bergung. Das Mitführen von Funkgeräten oder Mobiltelefonen (Empfang?) zur Alarmierung wird sehr empfohlen. Bei knappen Ressourcen (wenige Retter) können nicht alle Verschütteten gleichzeitig lokalisiert und ausgegraben werden. Es stellt sich die Frage, in welcher Reihenfolge die Verschütteten gerettet werden sollen. Verschüttete mit einer erhöhten Überlebenschance sollen vorrangig lokalisiert und geborgen werden.

Der Gebrauch des Trainingscenters ist recht simpel: der Schwierigkeitsgrad wird an der Zentrale beim Trainingsfeld eingegeben, daraufhin aktiviert diese auf Zufallsbasis eine dem gewählten Schwierigkeitsgrad entsprechende Kombination von «Verschütteten». Jetzt beginnt die Suche der bereits im Feld vergrabenen «Verschütteten» mit LVS und Sonde. Das erfolgreiche Auffinden eines «Verschütteten» wird mit einem optischen und akustischen Alarm bestätigt. Das Auffinden aller «Verschütteten» wird ebenfalls mit drei optischen und akustischen Alarmen bestätigt. Die Zentrale zeigt nun die Suchzeiten jedes einzelnen «Verschütteten» an.

Die Benutzung des Testcenters ist kostenlos. Für diese Uebungszwecke stehen für Personen welche keine LVS (Lawinen Verschütteten Suchgerät) besitzen, bei der SOS Station First drei solcher Geräte mit Sonden und Schaufel, gegen Depot, zur Verfügung.


LG, Hans-Otto

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