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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Neuigkeiten
Brockenhexe ( gelöscht )
Beiträge:

25.09.2007 21:03
Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

In Italien sorgt ein Plakat des Fotografen Oliviero Toscani für Aufsehen.
Rom - Seine umstrittenen Benetton-Werbekampagnen machten ihn berühmt.

Jetzt sorgt der italienische Fotograf Oliviero Toscani erneut für einen Foto-Skandal.

Das Bild zeigt eine nackte Magersüchtige. Auf einer Doppelseite der römischen Zeitung "La Repubblica" und auf Plakaten in mehreren italienischen Städten ist die magersüchtige Frau in einer Kampagne für die Fashion-Marke Nolita zu sehen.

"No. Anorexia" heißt es kurz und knapp dazu: "Magersucht, nein".



Ob so etwas wirklich hilft die Magersucht zu bekämpfen?

Liebe Grüße
Brockenhexe (-:

Tigerlilie Offline

Administrator


Beiträge: 5.320
Punkte: 5.730

25.09.2007 22:44
#2 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Also ich find es schon ein sehr erschreckendes Bild - wäre nicht schlecht, wenn das manche -vor allem junge Leute- vor Magersucht bewahren würde. Aber das fatale ist ja, dass diese sich ja als "zu fett" wahrnehmen!

. . . . .*.~.*. . . . .

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Bigi

Hänge nicht am alten Aberglauben. Sei stets neuen Wahrheiten geöffnet.
Vivekananda




No problem Offline

Ehrenmitglied

Beiträge: 11.362
Punkte: 12.304

25.09.2007 23:35
#3 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Hab vor Urzeiten eine email erhalten, mit dem Hinweis, lieber dann doch eher etwas dick und greifbar, als sooo dünn.
So wie dieses Bild von dem Fotografen sind da tatsächlich Menschen fast jeden Alters, wie erwähnt, fast, abgebildet, da vergeht einem der Appetit auf Dünn-Sein und es wächst die Sehnsucht nach normalem Umfang, zumindest bei mir. brrr.
Ich denke, dieses Bild wird sich nicht lange halten, doch es prägt sich ein.
Hoffentlich gibt es einen Denkanstoss, auch wenn sich die Betroffenen tatsächlich zu dick einschätzen, die natürliche Hemmschwelle ist einfach nicht mehr vorhanden.
Ohnmächtig fühlt man sich, wenn in seinem Bekanntenkreis jemand betroffen ist.
Zumindest mir geht es dabei so.
Und die Bücher, in denen diese Berichte drin stehen, reichen für die Betroffenen oftmals nicht aus, die Gefährlichkeit können sie einfach nicht mehr realistisch einschätzen.
Danke für diesen Beitrag.

NIna
Undenkbares wird denkbar, wenn das daran glaubt

Katinka ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2007 11:05
#4 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Ihr Lieben,

meiner Meinung nach hilft es all denjenigen, die ein
paar Kilo zuviel haben oder normal Schlank sind, nicht zuviel abzunehmen...

Meiner Meinung nach hilft nur Therapie....
diejenigen sehen sich als zu dick, wie in einem
Zerrspiegel......

Also, bleibt gesund...
Gruss Katinka

Der Herr segne dich und behüte dich auf all deinen Wegen....

Trollkind ( gelöscht )
Beiträge:

26.09.2007 13:01
#5 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

dann lieber kugelrund

wer freunde ohne fehler sucht...
bleibt ohne freunde

wakeupmaus ( Gast )
Beiträge:

26.09.2007 13:19
#6 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Ja, ganz schrecklich dieses Bild. Dann hab ich ehrlich gesagt auch lieber ein paar Pfund zuviel auf den Rippen und bin gesund. Wir hatten vor Jahren eine magersüchtige Bekannte, bei der konnte man auf die Beckenknochen locker ein Tablett abstellen. Sie sah fürchterlich aus. Ist leider auch verstorben, nach ganz vielen Therapien. Sie war einfach austherapiert. Wer sich nicht helfen lassen will, dem ist dann halt auch nicht zu helfen. Und ohne professionle Hilfe schaffen es diese Menschen auf gar keinen Fall, mit Hilfe schon. Aber auch da istdie Rückfallgefahr sehr groß. Besonders gerne sind diese Menschen anzutreffen in den Berufen Diätassistentinnen und artverwandte Berufe. Hab mindestens 4 Bekannte in diesen Berufen, von denen ich es weiß. Alleine kommen diese armen Geschöpfe niemals aus dieser Falle.

Tue Deinem Körper Gutes, damit Deine Seele Lust hat, darin zu wohnen.
Teresa von Avila

Knudili Offline

Edelweiss


Beiträge: 752
Punkte: 752

26.09.2007 13:36
#7 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Also von mir aus gesehen nützen diese Bilder überhaupt nichts, denn die, die "normalgewichtig"sind, finden sie abstossend und sehen eh weg, so daaaas betrifft mich eh nicht, die die "übergewichtig" sind, sehen in diesen Bildern eine Bestätigung darin, dass abnehmen automatisch eine Magersucht nachziehen könnte und die "magersüchtigen" sehen es nicht, denn soooo wie auf diesen Bildern sehen sie doch nicht aus!!!
Magersucht ist ein sehr schwieriges und komplexes Thema (wie alle Süchte) und es stellt sich immer wieder die Frage, wann ist man magersüchtig! Nicht erst, wenn man so aussieht, sondern es fängt doch schon viel früher an! Und mit Therapie ist es nicht getan, denn vollständig geheilt ist man auch danach nicht, es braucht dann nur wenig und man ist schon wieder darin! Auch Bücher helfen wenig, da sie teilweise noch eine Anleitung sein können (auch wenn sie das totale Gegenteil bewirken wollen!!) Es ist ein sehr schwieriges Thema! Aber aus meiner Sicht bewirken diese Bilder nicht das, was eigentlich damit bezweckt werden sollte! Oder vielleicht doch?? Es wird darüber gesprochen, nicht nur über die Mode, sondern auch über die Magersucht (aber Hilfe für die Betroffenen ist es keine!)

Liebe Grüsse
Heidi

Ein Freund ist ein Mensch,der Dich mag,obwohl er Dich kennt!

Beate ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2007 17:15
#8 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten

Ich sehe es ähnlich wie Knudili. Auf uns wirken diese Bilder schrecklich, aber die Magersüchtigen selbst haben ja ein ganz anderes Bild von sich selbst. Sie mögen auch entsetzt über das gezeigte Bild sein, sehen aber ihren eigenen Körper damit in keinem Zusammenhang.

Ich war im vergangenen Jahr sechs Wochen in einer Klinik, in der auch Magersüchtige therapiert wurden. Zur Therapie gehörte es, dass sie nackt fotografiert und ihnen die Fotos später gezeigt wurden. Mit dem Erkennen des eigenen Körpers in diesem Zustand kam dann manchmal, aber leider nicht immer die Erkenntnis, was sie sich und ihrem Körper angetan haben. Aber auch für die, die es erkannten, war es oft unmöglich, innerhalb von meistens drei Monaten Aufenthalt dort ihr Essverhalten wieder zu normalisieren.

Und wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.

Fundkatze Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 5.141
Punkte: 13.531

20.10.2007 08:10
#9 RE: Schock-Werbung gegen Magersucht Zitat · antworten


Magersucht: Italien verbietet Schock-Kampagne
Die Plakate einer nackten magersüchtigen Frau müssen entfernt werden. Die Kampagne verstößt laut Behörde die "Würde der menschlichen Person".

Dieses Bild der an Magersucht erkrankten Isabelle Caro geht um die Welt. Die Schock-Werbung des italienischen Starfotografen Oliviero Toscani zur Bekämpfung der Anorexie ist in Italien verboten worden. Die Behörde zur Kontrolle der Werbung beschloss, dass die Kampagne "No Anoressia", die vom italienischen Gesundheitsministerium unterstützt wird und Bilder einer magersüchtigen Frau zeigt, die nackt und mit verlorenem Blick in die Kamera schaut, gestoppt werden muss.

Entfernung angeordnet. Die Plakate eines rothaarigen französischen Models, Isabelle Caro, das seit 15 Jahren an Magersucht leidet und nur noch 31 Kilo wiegt, sollen entfernt werden, beschloss die Behörde. Die Bilder Toscani dürfen daher nicht mehr von den italienischen Zeitungen und Zeitschriften gedruckt werden.

Verstoß gegen Kodex. Die Behörde begründete ihrem Beschluss damit, dass Toscanis Fotos Artikel 10 des Kodex zur Selbstdisziplinierung der Werbung widerspreche. Dieser Artikel sieht vor, dass Werbung "die Würde der menschlichen Person in all ihren Formen und Ausdrücken respektieren muss". "Das Bild ist schockierend, vor allem für Kranke. Das Model wird zu kommerziellen Zwecken instrumentalisiert", sagte der Präsident der Behörde, Giorgio Floridia. Toscani klagte über Zensur.

Provokation als Marke. Toscani, der lang für die Modegruppe Benetton fotografiert hat, sorgt mit seinen Werbekampagnen immer wieder für Diskussionen. Er war unter anderem verantwortlich für Plakate, die einen neugeborenen Säugling, die blutgetränkte Kleidung eines getöteten jugoslawischen Soldaten oder einen Aids-Kranken zeigten.

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