Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Bilder Upload
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 29 Antworten
und wurde 975 mal aufgerufen
 Tagesgeschehen und Politik
Seiten 1 | 2
Brockenhexe ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2007 09:21
Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Der deutsche Ableger der Schweizer Organisation Dignitas will demnächst erstmals einem unheilbar Kranken in Deutschland Sterbehilfe leisten, ganz offiziell und mit Ankündigung. Treibende Kraft hinter dem Vorhaben des Vereins Dignitate ist ein Arzt aus Berlin.
http://www.welt.de/berlin/article1364461...fe_leisten.html

Liebe Grüße
Brockenhexe (-:

Trollkind ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2007 10:20
#2 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

kann ich nur sagen
FINGERHOCH
jeder mensch hat das recht selbst zu entscheiden, dann er sterben möchte und wenn er hilfe braucht, weil er krank ist, ist die sterbehilfe legitim-

wer freunde ohne fehler sucht...
bleibt ohne freunde

sonnenblume ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2007 11:34
#3 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Da kann ich nur sagen: Na endlich traut sich mal einer!!! Hoffentlich wird das dann auch gesetzlich erlaubt! Ich sehe oft genug WIE Menschen leiden müssen bevor sie endlich "gehen dürfen".....

*************************************************


Liebs Grüßle
Chris

"Nur wer seinen eigenen Weg geht, kann von niemandem überholt werden" (Marlon Brando)

Brockenhexe ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2007 11:39
#4 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Auch ich bin dafür, nur darf es nicht in Geldmacherei ausarten.

Liebe Grüße
Brockenhexe (-:

hexi66 ( gelöscht )
Beiträge:

17.11.2007 20:20
#5 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Ich denke auch, wenn man sterbenskrank ist und die letzten Tage/Woche/Monate elende
Schmerzen erleiden muss - ist die Sterbehilfe völlig legitim.


--------------------------------------------------
Jeder Tag an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag (Charlie Chaplin)

Kräuterfee Offline

im alpinen Olymp


Beiträge: 1.894
Punkte: 2.099

17.11.2007 22:38
#6 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Da ist auch so ein Punkt, den ich merkwürdig finde. Wenn du ein Haustier hast, dass Sterbensqualen leidet, dann kannst du eine Anzeige wegen Tierquälerei bekommen, wenn du das so hinnimmst ohne was zu unternehmen.
Einem Menschen MUSS das Leben verlängert werden auch wenn es nur noch Qualen sind? Ich für mich wünsche mir, mich dann auch selbst entscheiden zu dürfen. Unser Leben IST endlich. Sterbehilfe ist doch ganz oft auch nur noch das Weglassen von künstlicher Ernährung oder Beatmung.

No problem Offline

Ehrenmitglied

Beiträge: 11.362
Punkte: 12.304

17.11.2007 23:43
#7 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Wie war das mit der Frau in Gross Britannien?
Wer leidet, dem sollte gestattet sein, sein Leben beenden zu dürfen. Ich kenne genügend Menschen, denen es in der Endphase der Vollmetastasierung ihrer Krebserkrankung eine Lab gewesen wäre, hierzulande werden die Menschn mit Morphium vollgepumpt, das soll dann human sein?
Oh, Menschheit, wo bist Du hin

NIna
Freundschaft ist Liebe ohne Flügel.
{französisches Sprichwort}

Kräuterfee Offline

im alpinen Olymp


Beiträge: 1.894
Punkte: 2.099

17.11.2007 23:55
#8 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Es gab Zeiten, da wurde ein Selbstmörder - und als solches wird man ja seitens der Kirche dann angesehen - nicht innerhalb der Friedhofsmauern begraben. Ich denke, dass viele der Bedenken (der Hinterbliebenen) seitens unserer Kirche gestreut werden. Sicher, Leben ist zu schützen. Nur irgendwann sollte auch seitens des Verstandes zwischen Mord und dem Wunsch, ein schreckliches Leiden zu beenden, unterschieden werden dürfen. Ich kann ja nur sagen, was ich mir für mich selbst wünsche - und das ist auf keinen Fall ein ewig erhaltenes Leid. Als der Eid auf Leben erhalten geleistet wurde, da wußte auch noch keiner, welche Möglichkeiten wir heute haben. Mit der Veränderung der Möglichkeiten muß aber auch das Denken angepaßt werden - fände ich jedenfalls humaner, als an Sachen festzuhalten, die unter ganz anderen Voraussetzungen festgelegt wurden. Wobei - die Entscheidung muß ganz klar beim Patienten liegen.

Brockenhexe ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2007 00:04
#9 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Ja, aber leider wird in vielen Fällen nicht mal das Patiententestament ernst genommen.
Kenne einen Fall wo von seiten der Ärzte gesagt wurde:"das ist ja älter als 3 Jahre und nicht mehr aktuell"

Liebe Grüße
Brockenhexe (-:

Kräuterfee Offline

im alpinen Olymp


Beiträge: 1.894
Punkte: 2.099

18.11.2007 00:51
#10 RE: Berliner Arzt will erstmals offiziell Sterbehilfe leisten Zitat · antworten

Sowas hab ich auch in einer Reportage gesehen. Dabei - die Grundgedanken, die wir heute haben entsprechen doch unserer inneren Einstellung. Typisch deutsch eigentlich. Muß ich jährlich zum Anwalt rennen, damit mir irgendwann irgendwer glaubt. Und dann wird das letzte, was ich verfasse womöglich wegen angeblicher Senilität auch noch mißachtet. Ich bin zwar erst 48, aber ich mach mir wirklich Sorgen. Außerdem kann einem ja auch eine Krankheit oder ein Unfall auch nun schon passieren. Ich kenne die Formulare für eine Patientenverfügung wohl. Kann man auch über Internet abrufen. Das ich das immer noch nicht auf die Reihe gebracht hab, liegt aber in meiner Trägheit - nicht an einer Angst vorm Tod. Dabei ist das eigentlich einer unserer Urängste, die die meisten von uns vor solchen Gedanken abschreckt. Ein Testament haben wir längst. Das allerdings will ich noch mal ändern. Das Berliner Testament gefällt mir so nicht mehr, weils einfach zu wenig Spielraum läßt, wenn ein Partner verstorben ist.

sonnenblume ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2008 16:43
#11 RE: Sterbehilfe Zitat · antworten

Dignitas verhilft Menschen mit Helium zum Tod
(Erschienen am 18. März 2008 bei t-online.de)

In der Schweiz ist Sterbehilfe erlaubt.
Die Schweizer Sterbehilfeorganisation Dignitas verhilft nach Angaben des leitenden Oberstaatsanwalts Andreas Brunner Sterbewilligen mit dem Luftballongas Helium zum Tod. Sterbewillige stülpen sich bei der Methode einen mit Helium gefüllten Plastiksack über den Kopf und ersticken dann.

Ärztliche Kontrolle wird umgangen
Das ganze Prozedere würden die Dignitas-Vertreter auf Video aufnehmen und diese Belege dann der Staatsanwaltschaft zuschicken. Die Bilder seien "fast nicht zumutbar", sagte Brunner. Die Sterbenden bewegten sich zuckend "mehrere zehn Minuten" lang. Das bisher verwendete Medikament Natriumpentobarbital ist laut Brunner das geeignetere Sterbemittel. Dafür ist allerdings ein ärztliches Rezept notwendig. Mit der Helium-Methode umgehe die umstrittene Organisation jedoch die ärztliche Kontrolle, sagte Brunner.

Grundsätze müssen eingehalten werden
Staatsanwalt Jürg Vollenweider sagte, Dignitas habe am 18. Februar zum ersten Mal die neue Methode angewandt. Seither seien seines Wissens vier Fälle vorgekommen. Wie bei jedem außergewöhnlichen Todesfall habe die Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob die geltenden Grundsätze eingehalten würden.

Staatsanwaltschaft fordert klare Regeln
In der Schweiz habe jeder das Recht, Selbstmord zu begehen, und es sei erlaubt, einem Sterbewilligen beim Freitod zu helfen, wenn dies nicht aus selbstsüchtigen Motiven geschehe, erklärte Brunner. Die Regierung hat sich bisher immer gegen eine staatliche Kontrolle der Sterbehilfe ausgesprochen. Jetzt jedoch fordert der Oberstaatsanwalt klare Regeln für die Sterbehilfe und ein entsprechendes Gesetz.

Großteil der Sterbewilligen kommt aus dem Ausland
Im vergangenen November hatte Dignitas Aufsehen erregt, als bekanntgeworden war, dass die Organisation zwei Deutschen auf einem Parkplatz bei Zürich zum Tod verholfen hatte. Ein großer Teil der von der Organisation betreuten Sterbewilligen soll aus dem Ausland kommen, vor allem aus Deutschland. Offizielle Angaben liegen dazu nicht vor. Laut Dignitas waren es 2006 fast 200 Sterbewillige, die sich an die Organisation gewandt hätten, darunter etwa 120 aus Deutschland. In Hannover hatte der Schweizer Verein 2005 die deutsche Organisation Dignitate gegründet und damit bundesweit Proteste ausgelöst.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Also ich bin nicht gegen Sterbehilfe, aber SO??? Ein Mensch sollte in Würde sterben dürfen und nicht mit einem Plastiksack über dem Kopf!!!!!

*************************************************

Liebs Grüßle
Chris


"Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag:
Ich soll, ich muß, ich kann, ich will, ich darf, ich mag."
Friedrich Rückert (1788-1866),

Brockenhexe ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2008 19:17
#12 RE: Sterbehilfe Zitat · antworten

Das ist ja grauenhaft!
Dafür zahlen diese armen Menschen dann auch noch Geld.

Liebe Grüße
Brockenhexe (-:

Fundkatze Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 5.141
Punkte: 13.531

18.03.2008 22:18
#13 RE: Sterbehilfe Zitat · antworten
Da kann ich nur hoffen, daß Dignitas mit derlei grausamen Methoden nicht durchkommt,
das ist ja keine Sterbehilfe!!!

Es grüßt die Fundkatze

Kochmauserl Offline

Ehrenmitglied


Beiträge: 23.615
Punkte: 36.638

20.03.2008 10:09
#14 RE: Sterbehilfe Zitat · antworten

Ich halte einen Erstickungstod als eine grausame Art zu sterben!!!!

Lieben Gruß vom Kochmauserl

Ein Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag

leolingami ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2008 11:23
#15 RE: Sterbehilfe Zitat · antworten

Meine Mutter ist mit 87 Jahren kürzlich verstorben, nachdem sie seit 4 Jahren in einem Pflegeheim lebte, Alzheimer Demenz in einem fortgeschrittenen Stadium hatte und nun noch einen schweren Schlaganfall erlitt, der sie erstmals vollkommen bettlägerig werden liess. Ich war vom Amtsgericht seit 2 Jahren als ihr Betreuer eingesetzt und beauftragt, ihre Interessen wahrzunehmen. Der Arzt sagte mir, sie werde nie mehr aufstehen können, nie mehr sprechen können, werde für 14 Tage eine Infusion bekommen, aber das könne man nur so kurze Zeit machen und dann müsse entschieden werden, ob man eine Magensonde lege und sie dauerhaft künstlich ernährt und am "Leben" hält. Meine Mutter hat sich zu Lebzeiten immer dagegen gewandt, mal von Apparaten oder künstlicher Lebenserhaltung (= "Leidensverlängerung") abhängig zu sein und so habe ich nach Rücksprache mit meiner Schwester sowie meiner Frau und meinen Kindern entschieden, von dieser Magensonde Abstand zu nehmen. Meine Mutter wurde dann vom Krankenhaus entlassen und als Pflegefall zurückgebracht ins Pflegeheim, wo sie dann weiterhin die Infusion bekam, aber nach 3 Tagen verstorben ist. Die Pflegeschwester, die in diesem Momant bei ihr war, sagte mir, sie sei ganz friedlich und ohne Schmerzen eingeschlafen. So war auch unser Eindruck bei den täglichen Besuchen der letzten Zeit, sie war ganz ruhig, still und friedlich in einer Art Wachkoma, guckte oft mit offenen Augen ins Nirgendwo, wenn ich mich vor sie stellte, guckte sie mich an, aber ob sie mich bewußt wahrgenommen hat, möchte ich bezweifeln. Jedenfalls hat sie auch nach meinem Eindruck die ganzen letzten Monate keine Schmerzen gehabt und für mein Empfinden ist dieses friedliche Einschlafen doch ein schöner Tod gewesen.
Oder würdet Ihr das Weglassen der Magensonde als Sterbehilfe interpretieren, irgendwie komme ich damit nicht klar, weil ich das manchmal doch so empfinde... Was denkt Ihr darüber??

Der Herr segne dich und behüte dich auf all deinen Wegen....

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Aktuelle Unwetterwarnungen für Europa
Counter http://www.bilder-hochladen.net/
Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen