Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Bilder Upload
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 28 Antworten
und wurde 743 mal aufgerufen
 Tagesgeschehen und Politik
Seiten 1 | 2
Faust Offline

höher geht's nimmer

Beiträge: 313
Punkte: 454

04.02.2010 19:32
Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Heute begann ja der Streik von VERDI im öffentlichen Dienst.
In Stuttgart, Karlsruhe und Pforzheim fuhren keine Busse und Stadtbahnen, teilweise streikten Kindertagesstätten und die Müllabfuhr.

Wie habt ihr das heute er(über)lebt? Gab´s Probleme im alltäglichen Ablauf?
Und - was haltet ihr grundsätzlich von so einem Streik?

Hans-Otto Offline

Administrator


Beiträge: 7.459
Punkte: 10.212

05.02.2010 07:23
#2 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Überlebt haben wir das hier in Lörrach recht gut.

Die S-Bahn wird von den Schweizern (SBB) betrieben, und mit den anderen Bussen uns Bahnen - das kann ich nichts sagen, weil ich sie selten benutze.

Ein Streik ist zwar für die Betroffenen nicht gerade angenehm, aber ich finde, es ist ein legitimes Mittel der Arbeitnehmerschaft, ihre, meist verständlichen und berechtigten, Forderungen durchzusetzen.

In der Regel hat es ja im Vorfeld genug Verhandlungen und Vorschläge zu einer gütlichen Einigung gegeben.

lg, Hans-Otto

per aspera ad astra
(über rauhe Pfade zu den Sternen)


Meine Homepage "erLeben"

Gast
Beiträge:

06.02.2010 17:15
#3 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Wir haben den Streik schon gemerkt. In unserem Ort war Markttag und die Leute aus dem Nachbarort, die kein Auto haben, fehlten deutlich.
Ich verstehe die Menschen im öffentlichen Dienst sehr gut und finde ihren Streik berechtigt. Ihre Aufgabengebiete werden immer größer und die Personalzahl für diese Aufgaben immer geringer. Ich hoffe, dass die Streikenden Erfolg haben und für ihre Mehrarbeit auch entlohnt werden.

Gast
Beiträge:

06.02.2010 17:36
#4 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

stimmt schon , wenn man au öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist , da war musste man daheim bleiben , oder Kinderbetreuung organisieren ,weil die Kindergärten auch streikten . Ich verstehe es auch und gerade im Gesundheitswesen wird dir Arbeit mehr ,aber das Personal weniger und der Lohn bleibt

Faust Offline

höher geht's nimmer

Beiträge: 313
Punkte: 454

06.02.2010 17:47
#5 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Zitat von
Wir haben den Streik schon gemerkt. In unserem Ort war Markttag und die Leute aus dem Nachbarort, die kein Auto haben, fehlten deutlich.
Ich verstehe die Menschen im öffentlichen Dienst sehr gut und finde ihren Streik berechtigt. Ihre Aufgabengebiete werden immer größer und die Personalzahl für diese Aufgaben immer geringer. Ich hoffe, dass die Streikenden Erfolg haben und für ihre Mehrarbeit auch entlohnt werden.


Hallo Unbekannte/r,

da hast du im Grundsatz schon recht. Aber ich habe in letzter Zeit sehr viel negative Stimmen wegen diesem Streik gehört.
Sehr viele Menschen denken beim öffentlichen Dienst immer noch an Beamtentum und Steuergelder; obwohl nur ein kleiner Bruchteil der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Beamte sind. Natürlich sind es Steuergelder; ab er es werden dafür ja auch Leistungen erbracht, die für uns Bürger notwendig sind.

Im Vergleich mit anderen Branchen sind die Gehälter im öffentlichen Dienst niedriger; und die Arbeitszeiten mit 39,5 Std. bzw. 41 bei Beamten höher. Eine Führungskraft aus der freien Wirtschaft würde bei dem Gehalt einer Führungskraft im öffentlichen Dienst nur mitleidig lächeln.
Andererseits sind Mitarbeiter im öffentlichen Dienst (nicht nur Beamte) quasi unkündbar, wenn sie nicht gerade silberne Löffel stehlen. Das war früher kein so wichtiges Argument, aber ist natürlich heute nicht zu unterschätzen.

Man (die Gewerkschaft) hat es versäumt, in besseren Zeiten die Gehälter im öffentlichen Dienst denen der freien Wirtschaft einigermaßen anzupassen. Derzeit ist natürlich der denkbar ungünstigste Zeitpunkt dafür.

kalle Offline

Ober - Berggeist

Beiträge: 336
Punkte: 350

07.02.2010 20:56
#6 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

da beißt sich die katze mal wieder in den schwanz.
wir haben arbeitslose ohne ende und die kassen der gemeinden und kommunen sind leer und auf der anderen seite wollen die, die schon haben (job) noch mehr.
aber ich habe verständnis dafür, zum teil arbeiten die damen und herren sehr hart für das wenige geld ... zum teil knapp über dem arbeitslosengeld ...
also doch: katze und schwanz ... und beißen

Gast
Beiträge:

09.02.2010 11:42
#7 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Wenn ich das in unserem kleinen Städtchen so beobachte, werden auch sehr viele Harz4ler eingestellt und die haben nur einen befristeten Vertrag, heißt, sie sind nach einem Jahr oder gar einem halben wieder weg und dann fängt der Festangestellte wieder an, die neuen einzuarbeiten. Bekommen die das denn bezahlt? Und wie müßig ist das denn, wenn man ja eh weiß, das der Angelernte in absehbarer Zeit wieder fort ist.
Wirkliche Festangestellte sind doch rar gesäht.

hexenfreundin ( gelöscht )
Beiträge:

09.02.2010 11:52
#8 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Ich sehe das ähnlich. Ich bin der Ansicht, dass über kurz oder lang die Qualität der Arbeit unter diesen Praktiken leiden wird und dann regen sich alle auf, auch die, die jetzt Unverständnis für den Streik zeigen. Ordentliche Arbeit muss ordentlich bezahlt werden und das wird sie in vielen Bereichen des Öffentlichen Dienstes nicht (abgesehen von den oberern Chargen).

Liebe Grüße!
exenfreundin


kalle Offline

Ober - Berggeist

Beiträge: 336
Punkte: 350

09.02.2010 12:00
#9 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

zum thema harz4 glaube ich, dass sehr viel falsch läuft.
herr guido westerwelle hat mal vor vielen (glaube es sind schon 5 jahre her) jahren gesagt,(sinngemäß) man müsse die bundesagentur für arbeit platt machen und alles neu aufbauen.
alleine die verwaltung der arbeitslosen /harz4ler verschlingt soviele gelder die sinnvoll besser genutzt werden könnten um jobs zu finden, und derer gibt es bestimmt genug.
beweise gibt es genug (siehe holland).
private jobvermittler, wie zum beispiel monster.de oder stepstone.de oder gigajob.de um nur einige beispiele zu nennen, verlangen für eine anzeige (arbeitgeber) zwischen 500 und 1.000 euro. gut, gel? und die leben davon sehr gut ...

No problem Offline

Ehrenmitglied

Beiträge: 11.362
Punkte: 12.304

09.02.2010 22:17
#10 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Moment, gigajob ist auch kostenfrei, hab da schon einige gute Jobs vermitteln können durch diesen Hinweis.
Vllt. für den Arbgeber nicht, aber wenn ich weiss, dass mein Profil gesucht wird, kann ich damit rechnen, regelmässig von denen Emailpost zu bekommen.
Der Westerwelle hat im Grunde genommen Recht, die dort in der Arge arbeiten, zumindest meinen, sich mit 8 max. Sitzstunden abzuschuften, kriegen auch ohne dass sie sich anstrengen müssen, ihre Kohle. Und schikanieren tun sie die Arbeit suchenden ohnehin noch. Da hat sich seit über 6 jahren wirklich nix verändert, ich habe bei dem imap sind es glaube ich, Umfragen regelmässige Informationen, dass jede 2. Arge ein "S..haufen" ist und nicht genügend für die Arbeit suchenden tut. Ist leider so. Also WEsterwelles Vorschlag ist gar schlau.

GLG
NIna
Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume

kalle Offline

Ober - Berggeist

Beiträge: 336
Punkte: 350

10.02.2010 08:43
#11 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

hallo nina,
bez. gigajob und co meinte ich auch, dass hier die arbeitgeber zur kasse gebeten werden. für arbeitssuchende ist dieser service kostenfrei.
aber da gibt es auch noch die internetseite der bundesanstalt für arbeit, da habe ich mal anzeigen aufgegeben ...
ergebnis? da hätte ich auch mit meiner katze über eine jobsuche sprechen können ...

Faust Offline

höher geht's nimmer

Beiträge: 313
Punkte: 454

10.02.2010 18:20
#12 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Zitat von
Wenn ich das in unserem kleinen Städtchen so beobachte, werden auch sehr viele Harz4ler eingestellt und die haben nur einen befristeten Vertrag, heißt, sie sind nach einem Jahr oder gar einem halben wieder weg und dann fängt der Festangestellte wieder an, die neuen einzuarbeiten. Bekommen die das denn bezahlt? Und wie müßig ist das denn, wenn man ja eh weiß, das der Angelernte in absehbarer Zeit wieder fort ist.
Wirkliche Festangestellte sind doch rar gesäht.


Es gibt da Arbeitsprogramme, bei denen der öffentliche Dienst oder soziale Einrichtungen Dauerarbeitslose (Hartz IV)bis zu einem Jahr einstellen können. Die Leute werden z.B. in Bauhöfen für die Straßenreinigung oder Grünpflege bzw. je nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und erhalten dafür einen Stundenlohn von 1,50 € zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld. Viele halten dies für Ausbeutung. Es hat aber zwei Vorteile: Erstens hat ein Arbeitsloser, wenn er in einer solchen Einrichtung gearbeitet hat und von dort eine entsprechende Empfehlung bekommt, eine Chance, wieder einen festen Arbeitsplatz zu bekommen (auch wenn diese ziemlich klein ist). Und zweitens -und dies ist für mich das größere Argument- bedeutet so eine Arbeit (auch wenn es oft ein Sch..Job ist) für viele Dauerarbeitslose ein Stück Lebensqualität. Es gibt unter den Arbeitslosen nämlich nicht nur Faulenzer, sondern auch viele, die gerne arbeiten würden, egal was und für wieviel - Hauptsache sie kommen wieder unter die Leute und haben das Gefühl, dass sie noch zu etwas gut sind.

Faust Offline

höher geht's nimmer

Beiträge: 313
Punkte: 454

10.02.2010 18:35
#13 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Zitat von No problem
Der Westerwelle hat im Grunde genommen Recht, die dort in der Arge arbeiten, zumindest meinen, sich mit 8 max. Sitzstunden abzuschuften, kriegen auch ohne dass sie sich anstrengen müssen, ihre Kohle. Und schikanieren tun sie die Arbeit suchenden ohnehin noch. Da hat sich seit über 6 jahren wirklich nix verändert, ich habe bei dem imap sind es glaube ich, Umfragen regelmässige Informationen, dass jede 2. Arge ein "S..haufen" ist und nicht genügend für die Arbeit suchenden tut.


Also ich möchte nicht 8 Stunden lang solche Leute vermitteln müssen, Nina. Da kommen nicht nur Facharbeiter oder arbeitswillige Leute, die durch Fremdverschulden ihre Arbeitsplätze verloren haben und gerne wieder arbeiten wollen. Diese Leute finden über kurz oder lang sicherlich wieder Arbeit - und das sind auch die Leute, die von den privaten Jobcentern vermittelt werden, weil die in der freien Wirtschaft eine Chance haben bzw. sogar gesucht werden.

Aber es gibt dann halt auch Arbeitslose, die gar nicht arbeiten wollen, Faule, Tagdiebe, denen du schon beim reinkommen ansiehst, dass sie nicht arbeiten wollen und die erscheinen, weil sie sonst keine Stütze mehr kriegen. Und vermittel mal soche Leute an einen Betrieb in der freien Wirtschaft! Die privaten Jobcenter sortieren schon vorher aus und nehmen die Faulenzer oder Unvermittelbaren gar nicht erst auf. Aber der Staat hat halt die Verpflichtung, sich um alle Arbeitslosen zu kümmern. Und wenn du dann dauernd mit solchen Loosern zu tun hast, stumpfst du irgendwann mal ab und dann bist du vielleicht auch gegenüber den "Anständigen" unter den Arbeitssuchenden nicht immer so freundlich. Das sollte zwar nicht sein, ist aber doch nur menschlich, oder?

No problem Offline

Ehrenmitglied

Beiträge: 11.362
Punkte: 12.304

11.02.2010 00:14
#14 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Zitat
ist aber doch nur menschlich, oder?


Lieber Volker, unter menschlich verstehe ich etwas anderes.

GLG
NIna
Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume

Gast
Beiträge:

11.02.2010 16:49
#15 RE: Streik im öffentlichen Dienst Zitat · antworten

Zitat
Es gibt da Arbeitsprogramme, bei denen der öffentliche Dienst oder soziale Einrichtungen Dauerarbeitslose (Hartz IV)bis zu einem Jahr einstellen können. Die Leute werden z.B. in Bauhöfen für die Straßenreinigung oder Grünpflege bzw. je nach ihren Fähigkeiten eingesetzt und erhalten dafür einen Stundenlohn von 1,50 € zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld. Viele halten dies für Ausbeutung. Es hat aber zwei Vorteile: Erstens hat ein Arbeitsloser, wenn er in einer solchen Einrichtung gearbeitet hat und von dort eine entsprechende Empfehlung bekommt, eine Chance, wieder einen festen Arbeitsplatz zu bekommen (auch wenn diese ziemlich klein ist). Und zweitens -und dies ist für mich das größere Argument- bedeutet so eine Arbeit (auch wenn es oft ein Sch..Job ist) für viele Dauerarbeitslose ein Stück Lebensqualität. Es gibt unter den Arbeitslosen nämlich nicht nur Faulenzer, sondern auch viele, die gerne arbeiten würden, egal was und für wieviel - Hauptsache sie kommen wieder unter die Leute und haben das Gefühl, dass sie noch zu etwas gut sind.



Das hast Du völlig recht, aber das ist ja nun die Seite der Wiedereinsteiger. Ich besehe mir die Seite der "Festeingestellten", die ständig neu einarbeiten müssen, die Wiedereinsteiger motivieren und zusehen, dass alles so läuft, dass auch der Normalbürger, der der für deren Dienst mit seinen Steuerzahlungen bezahlt.
Und für diese Fürsorge der "Festeingestellten, sollte es mehr Gehalt/Lohn geben.

Seiten 1 | 2
 Sprung  
Aktuelle Unwetterwarnungen für Europa
Counter http://www.bilder-hochladen.net/
Xobor Xobor Forum Software
Einfach ein eigenes Forum erstellen