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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 929 mal aufgerufen
 Tagesgeschehen und Politik
Seiten 1 | 2
funkmausi Offline

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23.07.2011 16:27
Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

"Das ist ein Alptaum"


Bei einem Anschlag auf ein Zeltlager mit Jugendlichen nahe Oslo sind nach Polizeiangaben mindestens 85 Menschen getötet worden. "Wir schließen nicht aus, dass es noch mehr Tote gibt", sagte ein Polizeisprecher. Es gebe viele Schwerverletzte. Ein Mann, der sich als Polizist verkleidet hatte, soll auf die Jugendlichen auf der Insel Utøya geschossen haben. Der 32-Jährige wurde festgenommen.

Die Polizei geht derzeit davon aus, dass derselbe Mann auch für den Bombenanschlag am Freitagnachmittag im Osloer Regierungsviertel verantwortlich ist. Dabei starben mindestens sieben Menschen und zahlreiche wurden verletzt. Weder Ministerpräsident Jens Stoltenberg noch Minister seiner rot-grünen Regierungskoalition kamen zu Schaden. Viele Gebäude wurden beschädigt. Die Innenstadt und der Bahnhof waren zeitweise weiträumig abgesperrt.

Im Anschluss an die Explosion in Oslo soll der Tatverdächtige zur etwa 50 Kilometer entfernten Insel aufgebrochen sein, wo ein alljährliches Jugendzeltlager der regierenden Arbeiterpartei stattfand. Dort soll der Mann, der laut Augenzeugen einen Pullover mit Polizeiemblem trug, das Feuer eröffnet haben. Viele der etwa 560 Teilnehmer des Jugendcamps flüchteten sich aus Angst vor dem Angreifer ins Wasser oder versuchten sich zu verstecken.


Teilnehmer versuchten, zum Festland zu schwimmen

"Ich sah einen Polizisten mit Ohrenstöpseln", erzählte die 16-jährige Hana der Zeitung "Aftenposten". Plötzlich habe der Mann angefangen zu schießen. Viele Teilnehmer des Zeltlagers hätten versucht, sich schwimmend zu retten. Der Mann habe auch auf die Menschen im Wasser geschossen. Ein anderes Mädchen sagte: "Er ging langsam, aber sicher über die Insel und schoss auf alle. Er war so ruhig, das machte es so absonderlich."

Als Augenzeuge berichtete ein von der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF beauftragter Wachmann, der mutmaßliche Attentäter sei in einem silbergrauen Lieferwagen gekommen. Er habe sich an Land als Polizist ausgewiesen und über der entsprechenden Uniform auch eine schusssichere Weste getragen. Er sei mit den zwei Waffen gekommen.

Weiter berichtete der als Wache fungierende Simon Brænden Mortensen: "Er sagte, er sei geschickt worden, um die Sicherheit zu überprüfen. Das sei reine Routine nach dem Anschlag in Oslo." Der mutmaßliche Täter wurde dann mit einem Boot der Ferienlager-Organisation auf die kleine Insel Utøya gebracht.

Hinweise auf rechte Gesinnung

Ermittler durchsuchten in der Nacht die Wohnung des Verdächtigen in Oslo. Die Polizei berichtete, der Mann sei nie Polizist gewesen. Nach seiner Festnahme sei er aussagewillig und habe "eine nationalistische Gesinnung" sowie eine "antiislamische" Haltung offenbart. Er sei bisher nicht im Blickfeld der Polizei gewesen. Polizeisprecher Roger Andersen sagte, der Verdächtige habe Postings auf einer Webseite für christliche Fundamentalisten veröffentlicht. Andersen nannte nicht den Namen der Websites oder die Inhalte der Postings.

Mutmaßlicher Täter des Doppelanschlags in Norwegen. Ein 32-jähriger Norweger soll für die Morde verantwortlich sein. Dem Fernsehsender TV2 zufolge soll der 32-Jährige Kontakte zur rechtsextremen Szene unterhalten haben. Auf seinen Namen seien zwei Waffen gemeldet, darunter ein automatisches Gewehr. Auf der mittlerweile abgeschalteten Facebook-Seite des Verdächtigen war ein Mann mit blonden Haaren zu sehen. Er beschreibt sich dort als "konservativ" und "christlich". Nach ARD-Informationen war der Mann jahrelang Mitglied der rechtspopulistischen Fortschrittspartei, die bei der vergangenen Parlamentswahl fast 23 Prozent der Stimmen erhielt.

Der Verdächtige stellte möglicherweise Sprengsätze aus Kunstdünger her. Man habe ihm Anfang Mai sechs Tonnen Dünger verkauft, was eine Standard-Bestellung sei, sagte die Sprecherin einer landwirtschaftlichen Kooperative. Zur genauen Zusammensetzung des synthetisch hergestellten Düngers wollte sie keine Angaben machen. Aus Kunstdünger können Sprengsätze hergestellt werden.

Nach Angaben des TV-Senders NRK bewohnte der mutmaßliche Täter bisher eine Wohnung am Stadtrand von Oslo. Vor einem Monat habe er sich aber auf einen kleinen Hof nahe der Stadt umgemeldet.


"Zu früh, um über Motive zu reden"


Auf einer Pressekonferenz am Morgen sagte Ministerpräsident Stoltenberg: "Es ist noch zu früh, um über die Motive zu reden."
Es müssten zunächst weitere Ergebnisse abgewartet werden. Stoltenberg wollte ursprünglich heute das Zeltlager auf Utøya besuchen.

Unmittelbar nach dem Bombenanschlag in Oslo war zunächst über einen islamistischen Hintergrund spekuliert worden. Davon ist offiziell nicht mehr die Rede. Es gebe keinerlei Hinweise auf weitere Täter, so die Polizei. Dennoch werde in alle Richtungen ermittelt und nach eventuellen Komplizen gesucht. Norwegische Medien berichteten, es gebe Zeugenaussagen, wonach es einen zweiten Täter gegeben haben könnte.

"Anschläge werden Norwegen verändern"

Sieben Menschen kamen bei der Detonation einer Autobombe in Oslo ums Leben. "Das ist ein Albtraum", sagte Stoltenberg. Die Anschläge würden Norwegen verändern. Die Antwort des Landes müsse "noch mehr Demokratie und Offenheit".

Norwegens König Harald V. forderte seine Landsleute auf, in der "schlimmsten nationalen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg" zusammenzustehen und einander zu stützen. Die Gedanken würden jetzt an alle Betroffenen und ihre Angehörigen gehen. Die Flaggen im Land wurden auf Halbmast gesetzt. Der Fußballverband des Landes setzte alle Ligaspiele für dieses Wochenende aus.

Militär sichert weiter Oslos Innenstadt


Die norwegische Polizei hob unterdessen ihre Aufforderung an die Bevölkerung auf, Menschenansammlungen zu meiden und sich nach Hause zu begeben. Das Regierungsviertel in Oslo bleibe zwar bis auf Weiteres abgesperrt, die Lage im Zentrum der Stadt sei aber "nicht mehr chaotisch", sagte ein Sprecher.

Die Osloer Innenstadt wird aber weiter vom Militär gesichert. Die Einheiten sollten vor allem die Ermittlungsarbeit der Polizei im Regierungsviertel absichern, sagte Stoltenberg.

No problem Offline

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23.07.2011 16:48
#2 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Krass, da denkt man, mit der Polizei im Rücken wähnt man sich sicher und dann sowas.
Schrecklich, den Leuten , die ihre Angehörigen verloren, gehört mein Mitgefühl.

GLG
NiNa
Laßt uns dankbar sein gegenüber Menschen, die uns glücklich machen. Sie sind die liebenswerten Gärtner, die unsere Seelen zum Blühen bringen {Marcel Proust}

funkmausi Offline

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23.07.2011 22:39
#3 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Mein Mitgefühl gehört auch den Leuten, die Angehörige bei diesem Anschlag verloren haben.

Inzwischen ist die Anzahl der Toten auf 92 angestiegen.


Attentate in Norwegen laut Ministerpräsident «nationale Tragödie»

Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat das mutmassliche Doppelattentat in Oslo und auf Utøya als «nationale Tragödie» bezeichnet. Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg sei Norwegen von einem «Verbrechen dieses Ausmasses» getroffen worden.

Dies sagte Stoltenberg bei einer Medienkonferenz am Samstagmorgen. Nach neusten Angaben der Polizei wurden mindestens 91 Menschen getötet.

Allein auf der Insel Utøya seien 84 Menschen ums Leben gekommen, erklärte die Polizei. Zudem wurden in Oslo durch die Explosion einer Autobombe früheren Angaben zufolge sieben Menschen in den Tod gerissen.
Oslo wieder für Bevölkerung frei

Die norwegische Polizei erlaubte der Bevölkerung unterdessen, sich wieder frei in Oslo zu bewegen. Nur das Regierungsviertel, in dem sich das Bombenattentat mit sieben Toten am Freitag ereignete, solle weiterhin gesperrt bleiben.

Dies teilten die Behörden auf einer Pressekonferenz am Samstag mit. Wichtig sei jetzt eine Rückkehr zur Normalität, hiess es vonseiten der Polizei. Die Regierung hatte zuvor erklärt, die Aufforderung an die Einwohner Oslos vom Vortag, in ihren Häusern zu bleiben, werde nach und nach gelockert werden.

Rechtsextreme Orientierung

Der 32-jährige auf Utøya festgenommene Norweger gilt für die Osloer Polizei als Täter beider Anschläge vom Freitag. Das sagte Fahndungschef Øystein Mæland bei der Medienkonferenz im Polizeihauptquartier am Samstagvormittag.

Die Polizei verfügt über Hinweise auf eine rechtsextreme Orientierung des Mannes. Die Internetseite des Tatverdächtigen lasse eine rechtsextreme, christlich-fundamentalistische Haltung erkennen. Er sei bisher nicht im Blickfeld der Polizei gewesen.
Pistole und Gewehr

Der Attentäter war beim Anschlag auf das Ferienlager offenbar mit einer Pistole und einem Gewehr ausgerüstet. Als Augenzeuge berichtete ein von der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF beauftragter Wachmann, der mutmassliche Attentäter sei in einem silbergrauen Lieferwagen gekommen.

Er habe sich an Land als Polizist ausgewiesen und über der entsprechenden Uniform auch eine schusssichere Weste getragen. Er sei mit den zwei Waffen gekommen. Weiter berichtete der als Wache fungierende Simon Brænden Mortensen: «Er sagte, er sei geschickt worden, um die Sicherheit zu überprüfen. Das sei reine Routine nach dem Anschlag in Oslo.»

Wie weiter bekannt wurde, hat der mutmassliche Attentäter seit dem Frühjahr grosse Mengen Kunstdünger eingekauft, der zur Herstellung von Sprengstoff geeignet ist. Dies teilte eine Sprecherin des Agrar-Grosshändlers Felleskjøbet am Samstag im TV-Sender NRK mit. Insgesamt soll er sechs Tonnen erworben haben. Man habe keinen Verdacht geschöpft, weil er einen Agrarhandel «Geofarm» für Gemüse und Früchte betrieb. Kunstdünger enthält oft grosse Mengen an Nitrat.

Der mutmassliche Attentäter stammt aus Norwegens Hauptstadt und wird der rechts-nationalistischen Szene zugeordnet. Der Facebook-Seite zufolge, die wie andere Internetquellen von der Netzgemeinde noch in der Nacht zum Samstag aufgespürt und gesichert wurde, ist er christlich und konservativ, geht gerne jagen und spielt «World of Warcraft». Er soll mindestens zwei registrierte Waffen besitzen.

Noch weiss man nicht, ob er alleine gehandelt hat: Die norwegische Polizei sucht derzeit nach einem möglichen zweiten Täter der Anschläge vom Freitag. Als Hintergrund wurden die Angaben von Augenzeugen genannt.

Kriposprecher Einar Aas sagte der Online-Ausgabe der Zeitung «Verdens Gang»: «Wir haben mehrere übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach es einen zweiten Täter geben soll. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das aufzuklären.»

Nach den Medienangaben erklärten die Zeugen, dass der mögliche zweite Täter nicht wie der am Freitag nach dem Massaker Festgenommene eine Polizeiuniform getragen habe. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. In ihren bisherigen Erklärungen war die Polizei von einem Einzeltäter ausgegangen.

Eine weitere Festnahme hat die Polizei bereits vorgenommen: Auf dem Gelände, auf dem die Überlebenden des Angriffs von Utöya versammelt waren, sei ein junger Mann mit einem Messer in der Tasche gefasst worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NRK am Samstag. Kurz zuvor sei Regierungschef Stoltenberg dort zu einem Besuch eingetroffen.

Der Festgenommene habe angegeben, er habe das Messer bei sich getragen, weil er sich nicht sicher gefühlt habe, berichtete eine NRK-Journalistin, die in der Nähe des Hotels war, in dem sich die Jugendcamp-Teilnehmer aufhielten.

Ausserdem habe er versichert, dass er der Arbeiterjugend angehöre, die das Camp veranstaltete. Die Polizei war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Kochmauserl Offline

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23.07.2011 23:13
#4 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Auch ich fühle mit allen Menschen die mit diesem feigen Anschlag einen geliebten Menschen verloren haben, aber ich hasse es so wenn "christlich-fundamentalistische Haltung" als Grund angegeben wird. Was ist an so einen Anschlag denn bitte "christlich"??????

Es ist ja auch nicht sicher ob es wirklich ein Polizist oder nur ein Mensch in einer Polizeiuniform war. So eine Uniform kriegt man ja auch in jedem Kostümverleih.

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Hans-Otto Offline

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24.07.2011 07:41
#5 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Zitat
wenn "christlich-fundamentalistische Haltung" als Grund angegeben wird. Was ist an so einen Anschlag denn bitte "christlich"??????

Liebe Gitti. Etwas an dieser Aussage kann nicht stimmen, denn Du hast ein wichtiges Wort, das in dem Bericht genannt wird unterschlagen: Es hiess "rechtsextreme, christlich-fundamentalistische Haltung".
Abgesehen davon, dass in diesem Satz schon ein Widerspruch an sich besteht, zeigt es doch, dass der Täter überhaupt nicht weiss, wovon er spricht.
Seine Tat beweist doch schon, dass sie eher teuflisch war.

Tatsache ist zwar, dass viele Verbrechen im Namen des Christentums begangen wurden, aber wer (ja, ich weiss man hört und liest es nicht gerne - die Sache mit dem Teufel - aber er ist da.) letztendlich der Urheber war, der den Menschen die das taten den Geist verwirrten, wird ganz gerne ignoriert.

Zum Beispiel: Wenn ich etwas angestellt habe, ist es auch logisch, wenn ich alles auf jemanden anderen schiebe.
"Ich war's nicht, das war der da".

Die nächste Frage wäre, was denn eine "christlich-fundamentalistische Haltung" ist. Man müsste erst mal das genauer definieren. (Übrigens wäre das ein Thema für unsere Rubrik Religion und Esoterik)

lg, Hans-Otto

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funkmausi Offline

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24.07.2011 23:19
#6 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

inzwischen hat sich die Anzahl der Toten bereits auf 93 erhöt.


Grosse Anteilnahme und Trauer um Dutzende Todesopfer in Norwegen



Norwegen trauert um die 93 Opfer des Massakers vom Freitag. König Harald und Ministerpräsident Jens Stoltenberg nahmen am Sonntag an einem Trauergottesdienst im Dom von Oslo teil. Der mutmassliche Täter, ein 32 Jahre alter christlicher Fundamentalist, bezeichnete den Massenmord an überwiegend jungen Leuten als grausam, aber notwendig.

Der Mann habe nicht nur den Angriff auf ein Jugendlager der regierenden Sozialdemokraten, sondern auch den Bombenanschlag gegen das Regierungsviertel in Oslo gestanden, sagte dessen Verteidiger. Im Jugendlager starben 86 Menschen, in Oslo 7.

"Das ist eine nationale Tragödie", wiederholte Stoltenberg vor dem Osloer Dom. Weinende Menschen legten vor dem Gotteshaus Blumen und Kerzen nieder. Soldaten mit schussbereiten Gewehren und kugelsicheren Westen hatten auf den Zufahrtsstrassen Stellung bezogen.
Täter fühlt sich nicht schuldig

Der 32-Jährige habe die Taten zwar gestanden, sich aber nicht eines Verbrechens für schuldig erklärt, sagte der amtierende Polizeichef Sveinung Sponheim. Der Mann, dem bei einer Verurteilung maximal 21 Jahre Haft drohen, habe sich als Einzeltäter bezeichnet.

Der Tatverdächtige hatte am Freitag zunächst einen Bombenanschlag auf den Amtssitz Stoltenbergs in Oslo verübt. Kurz darauf griff der in einer Polizeiuniform gekleidete Mann das Zeltlager der jungen Sozialdemokraten auf der gut eine Autostunde von Oslo entfernten Insel Utøya an und erschoss kaltblütig mindestens 86 Jugendliche und junge Erwachsene.
Langsame Polizei

Der Einsatz der Polizei liess auf sich warten: Ursache war unter anderem der Beinahe-Untergang eines Polizeibootes, hiess es zu Begründung. Das und die Entscheidung, auf die Anti-Terror-Einheit aus dem 45 Kilometer entfernten Oslo warten, verzögerten nach offizieller Darstellung den Zugriff der Sicherheitskräfte.

Nach jüngsten Berechnungen der Polizei hatte der Mann bis zu seiner Festnahme 60 Minuten Zeit, das Massaker zu begehen. Der 32-Jährige liess sich nach offizieller Darstellung zwei Minuten nach Ankunft der Elitepolizisten widerstandslos festnehmen.
1500-seitiges Pamphlet im Internet

Wenige Stunden vor der Tat stellte der Tatverdächtige ein 1500 Seiten umfassendes anti-islamisches Pamphlet ins Internet. Darin äusserte er seinen Hass auf "Kultur-Bolschewisten" und rief zum "Kreuzzug" gegen die Verbreitung des Islam auf.

In dem in englischer Sprache verfassten Schreiben gehe es unter anderem um "Rassenkrieg" und die Frage, wie Europa sich von Zuwanderern und Marxisten befreien könne, meldeten Medien. .

Hans-Otto Offline

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25.07.2011 08:45
#7 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Noch was zur "christlich-fundamentalistischen" Haltung:

Man hat beim Täter auch ein Foto gefunden, wo er sich in der Uniform der Freimaurer abbilden lies und daher kommt vermutlich auch die Behauptung von wegen christlicher Fundamentalist.

Also - wer die Freimaurer zu den Christen zählt, der hat noch weniger Ahnung als Null.

Aus einer Definition über Freimaurer: (Zitat)Die katholische Kirche* sieht die Zugehörigkeit zur Freimaurerei als unvereinbar mit ihren Grundsätzen an. Die Islamische Welt-Liga erklärte 1974 in Mekka die „Freimaurerei als unvereinbar mit dem Islam.“ Sie fordert alle Muslime, die einer Loge angehören, zum Austritt auf .

* = Anmerkung von mir: Die evangelischen Landes- und Freikirchen übrigens auch nicht. Selbst die Moslems lehnen sie ab.

lg, Hans-Otto

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Kochmauserl Offline

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25.07.2011 10:30
#8 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Ich bin jetzt nicht so christlich wie ich vielleicht sein sollte, aber ich hasse es wenn sich solche Leute hinter der Kirche verschanzen.
Ich weiß schon dass das immer schon so war, deswegen wird es ja auch nicht besser.

Lieben Gruß vom Kochmauserl

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Blueyes Offline

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25.07.2011 13:28
#9 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Liebe Gitti.

Vielleicht solltest Du Dich mal wirklich mit dem
Glauben auseinandersetzen. Du musst Dich ja nicht gleich bekehren,
wie man so schön sagt.

Doch ich denke es wäre für manche eine Hilfe, um bestimmte
Vorfälle, wie diesen, zu unterscheiden, wenn die Reporter oder auch
andere von christlich-fundamentalistisch sprechen.

Für die meisten bedeutet das Wort Christ eigentlich nicht sehr viel.
Und die meisten von ihnen benutzen es irgendwie und nehmen
Gott auch nicht ernst. Sie haben eine falsche Vorstellung von ihm.

Ob Du jetzt christlich sein solltest oder nicht, das kann man nicht aus
sich selbst. Genauso wenig kannst Du an Jesus Christus glauben,
ohne vorher Dich mit ihm zu befassen.

Denn wenn man weiss, so sagt jedenfalls die Bibel, dass der Satan der Herrscher
dieser Welt ist, dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn noch viel
mehr solche schrecklichen Dinge geschehen. Auch sagt die Bibel, dass es nicht
besser wird. Im Gegenteil, es wird noch viel schlimmer kommen.

Liebe Gitti, schaden kann es Dir ja nicht oder?

Gruss Blueyes

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Kochmauserl Offline

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25.07.2011 21:13
#10 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Nein Angelika, schaden tuts bestimmt nicht.

Lieben Gruß vom Kochmauserl

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Kräuterfee Offline

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27.07.2011 23:28
#11 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Eigentlich braucht man keine Bibel, um zu sehen dass sich vieles verändert. Ob es schlimmer wird - es liegt an den Menschen, die es gestalten oder zulassen, dass es so gestaltet wird.
Der Mann hat sich übrigens nicht als Freimaurer gesehen, sondern als Tempelritter. Die Freimaurer sind etwes ganz anderes geschichtlich gesehen - einige Tempelritter haben sich bei den Freimaurern nach deren Niedermetzelung am Überleben gehalten. So etwas hätten allerdings auch die Tempelritter niemals angerichtet.
Mir scheint da doch ein sehr verwirrter Geist unterwegs gewesen zu sein. Wie ein Mensch auf solche Irrwege gelangen kann? Keine Ahnung. Trennung der Eltern im frühkindlichen Stadium - haben viele Kinder. Wenn der Vater allerdings sagt, er hätte seit 1995 keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn gehabt... Na, das ist ganz gewiss nicht typisch norwegisch, weil die Familie da einen sehr hohen Stellenwert hat. Da muß schon mehr im Argen gewesen sein. Diplomat - gut der war viel unterwegs. Aber irgendwann hat man doch auch mal Kontakt in seiner Heimat, und dann doch auch in allererster Linie zu seinem Kind.
Ich hatte Norwegen zu Beginn meiner Reisen dorthin als Land erlebt, dass eine starke Integration seiner Zugereisten Mitmenschen pflegt. Ich hab allerdings auch in den letzten Jahren in der norwegischen Presse von Ausländerproblemen gelesen. Früher mußten Einwanderer zwangsläufig die Sprache erlernen. Heute höre ich von Norwegern, dass ich als Tourist besser Norwegisch spreche als Einwanderer. Ich lerne die Sprache ja nur hobbytechnisch. Es ist da schon einiges im Umbruch. Aber immer noch gibt es mehr Arbeit als Arbeitnehmer. Und dieses "schwarze Loch" wird zwangsläufig durch Ausländer gestopft.
Aber ich bin mir Sicher, und, ich verstehe, was man um mich herum spricht, der Norweger im allgemeinen ist nicht ausländerfeindlich. Er ist nach wie vor ein Weltmensch.

Blueyes Offline

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27.07.2011 23:31
#12 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Schön, das freut mich sehr.

Ich möchte Dich wirklich dazu ermuntern.
Denn Du bist in Gottes Augen einmalig und er liebt Dich.

Weisst Du Glaube bedeutet nicht, dass Du ein perfekter Mensch wirst.
Das bin ich nicht und auch all die anderen Gläubigen, die ich kenne.
Aber eins weiss ich, wenn Du an Jesus Christus glaubst und ihn
in Dein Leben einlädst,dann hast Du mit Sicherheit auch ewiges Leben mit Gott.



Gruss Blueyes

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Kräuterfee Offline

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28.07.2011 00:04
#13 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Ich werde niemals ein perfekter Mensch werden - kein Mensch wird das je werden, er wäre sonst kein Mensch mehr. Man kann sich als Mensch nur der Perfektion nähern. Wäre man perfekt - man wäre Gott. Und das wäre der Punkt mit Gott zu verschmelzen. Es ist möglich diesen Punkt zu erreichen. Wir beide verstehen allerdings unterschiedliches unter Gott. Würden wir jetzt darüber streiten - fände ich das schlimm im Hintergrund dieses Beitragsursprungs. Mein Denken, Fühlen und Handeln könnte so etwas niemals auslösen. Nur, du weißt sehr genau, dass ich mit einem bestimmten Thema abgeschlossen hab, und ich werde das auch nicht wieder beleben.

Kochmauserl Offline

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28.07.2011 00:07
#14 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Weißt du was Iris? Perfekte Menschen sind mir unheimlich, denn es wird niemals einen perfekten Menschen geben und das ist auch gut so!

Lieben Gruß vom Kochmauserl

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Kräuterfee Offline

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17.08.2011 23:44
#15 RE: Doppelanschlag in Norwegen Zitat · Antworten

Liebe Kochmauserl, wenn du nicht den Drang in dir fühlen würdest, möglichst perfekt zu sein, dann wärest du eine potentielle Mörderin. Eine Mörderin ist sicher nicht perfekt, weil Mord nichts mit Perfektion zu tun hat. Was den Menschen an sich anbelangt. Ein Streben nach Perfektion ist immer sinnvoll. Perfekt bist du, wenn du nicht aus Hausfrauenansicht alles in der Ordnung hälst, die alle von dir erwarten, sondern wenn du eigentlich als Mensch überhaupt nicht sichtbar, weil niemandem Schmerz zufügend durch deine Jahre gehst. Heiterkeit darf sein - weil heitere Momente genießt dein Gegenüber, vergißt aber sofort, woher sie überhaupt kam. Unsere Zeit ist leider so, dass du nur in Erinnerung bleibst, wenn du Schmerzen an Körper oder Seele verursachst. Dass - ist weit von Perfekt entfernt.
Au Hammer, ich könnte jetzt lange ausholen - will aber ja eh keiner lesen.

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